Kritik wegen Lehrermangel
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Zwei Wochen nach dem Start ins neue Schuljahr hat Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) die wachsende Kritik an fehlenden Lehrern zurückgewiesen. Eine Schnellumfrage an allen 712 Berliner Schulen habe ergeben, dass die Hauptstadt ausreichend mit hochmotivierten Pädagogen versorgt sei, sagte Zöllner am Dienstag. Im Einzelfall könne es aber noch Schulen geben, die zu viel oder zu wenig Lehrer hätten. Das werde in den kommenden zwei bis drei Wochen ausgeglichen. Dazu sollen auch Lehrer versetzt werden. Für die Oppositionspartei der Grünen hat Zöllner sein Versprechen gebrochen, die Schulen ausreichend mit Lehrern zu versorgen.
Die Berliner Lehrergewerkschaft GEW hatte kritisiert, dass in Berlin mehr als 200 Lehrerstellen fehlen. Diese Angaben basierten auf ungenauen Umfragen und zufälligen Einzelfällen, konterte Zöllner. Nach den Kalkulationen der Schulverwaltung liege der Ausstattungsgrad der Schulen jetzt insgesamt bei fast 100 Prozent (99,7 Prozent). Das sei besser als im vorigen Schuljahr.
Die Grünen-Fraktion kritisierte am Dienstag, dass der Senat sein selbst gesetztes Ziel von 100 Prozent Ausstattung verfehlt habe. Das Problem werde durch dauerhaft kranke Lehrer und fehlende Fachlehrkräfte noch verstärkt, sagte der bildungspolitische Sprecher Özcan Mutlu. Der jüngste Bildungsbericht der OECD zeige deutlich, wie wichtig die Ausstattung der Schulen mit qualifiziertem Personal und wie notwendig eine Qualitätsoffensive sei.
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